Basics

Tomatensauce ohne Zwiebeln geht nicht? Oh, doch!

Gepostet am Aktualisiert am

ohne zwiebeln tomatensauce

„Man nehme 3000 Zwiebeln und dünste sie in etwas Butter an“, so beginnt jedes Rezept für Tomatensauce.

Ich habe lange rumprobiert und jetzt eine Art gefunden, wie ich Tomatensauce machen kann, die auch ohne Zwiebeln reichhaltig und würzig schmeckt. Ein schönes Grundrezept für tomatige Pastaangelegenheiten. Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Seitan ganz leicht selbst gemacht

Gepostet am Aktualisiert am

Seitan ohne Zwiebeln
Seitan – Vegetarischer Alleskönner zum Grillen, Braten, Kochen

Seitan ist ein Fleischersatz aus Weizengluten und meiner Meinung nach tausendmal leckerer als Tofu. Im Bioladen gibt es zwar fertigen Seitan zu kaufen, jedoch finde ich diesen ziemlich teuer und oft auch viel zu fest. Seitan kann man ganz leicht selbst machen und zwar auf zweierlei Wegen: Entweder die zeitaufwändige Variante, d.h. komplett selbst gemacht aus normalem Mehl mit Auswaschen oder die schnelle mit Glutenmehl, welches man im Bioladen oder Reformhaus kaufen kann.

Wer die Glutenmehl-Variante wählt, kann weiter unten einsteigen und den ersten Schritt überspringen.

Ich würde gleich eine größere Menge verarbeiten, denn so lohnt sich der Arbeitsaufwand wenigstens. Hier also mein Rezept für circa 4 Portionen auf Vorrat:

Für den Teig:
1000 g Mehl (Weizenmehl)
600 ml Wasser
Für die Marinade: (bzw. den Sud)

2 Liter Gemüsebrühe (am besten mit der eigenen Würze)
2 EL Tomatenmark oder  100 ml passierte Tomaten
n. B. Gewürze je nach gewünschtem Geschmack

Wenn du das Seitan selbst aus Mehl machen willst, musst du zuerst einen Teig kneten. Dazu vermische das Wasser und das Mehl in einer Schüssel und knete mindestens 10 Minuten. Das kommt einem sehr lange vor, ist aber wichtig, damit die Konsistenz schön fest wird. Natürlich kannst du auch einen Knethaken benutzen.

Wenn du genug geknetet hast, dann fülle die Schüssel mit lauwarmen Wasser und lasse den Teig mindestens 30 min stehen, gerne auch länger.

 

In der Zwischenzeit kannst du schon einmal den Würzsud vorbereiten.

Seitan Sud
Der Würzsud für das Seitan. Natürlich ohne Zwiebeln.

Fülle einen großen Topf mit der Brühe und allen Gewürzen, die du verwenden willst und lass das Ganze leicht aufkochen. Du kannst den Tomatenmarkanteil etwas erhöhen und Kräuter verwenden, wenn du einen eher mediterranen Geschmack haben willst. Oder du nimmst indische Gewürze und Lorbeerblätter  oder Chilis für eine pikante Variante. Egal, welche Gewürze du nimmst, benutze sie großzügig. Nimm lieber etwas mehr, sonst wird das Seitan am Ende nicht würzig genug.

Während der Sud vor sich hin köchelt, kannst du dich wieder dem Teig zuwenden.

Knete den Teig im Wasser gut durch, er zerfällt jetzt langsam und das Wasser wird milchig-trüb. Gieße das Wasser durch ein feinmaschiges Sieb ab und gebe den Teig wieder mit lauwarmen Wasser in die Schüssel zurück. Knete erneut, bis das Wasser trüb ist und gieße alles wieder durchs Sieb ab. Dieses „Auswaschen“ wiederholst du circa 10 mal. Der Teig sollte am Schluss elastisch sein und keine kleinen Knötchen mehr haben. Wasche lieber einmal zu viel aus, als zu wenig, damit das Seitan später fest wird. Wenn du willst, kannst du bereits jetzt etwas Salz und Pfeffer über den Teig geben.Seitan ohne zwiebeln

Wenn du dein Seitan mit fertigem Glutenmehl machst, dann knete den Teig nach Packungsanweisung. So sparst du dir den Auswaschprozess und kannst nun direkt mit dem Zuschneiden und Kochen beginnen.

Nun kannst du das Seitan so zuschneiden, wie du es haben willst. Entweder schneide große Streifen ab, die du als „Schnitzel“ braten oder grillen kannst oder schneide den Teig in kleine Stückchen.

Seitan Filets

Jetzt musst du das Seitan einfach in den kochenden Sud geben und dort ca. 45 min. köcheln lassen. Mach nicht zu viel Seitan auf einmal in den Topf, sonst klebt es vielleicht zusammen. Lieber nach und nach oder in mehreren Fuhren.

Die richtige Konsistenz erfordert etwas Übung. Leider passiert es oft, dass das Seitan zu weich und wabbelig bleibt. In diesem Fall würde ich das Seitan einfach noch für 20 min bei 175°C in den Ofen stellen.

Nach dem Kochen kannst du die Seitanstücke mit Öl und ein paar Löffel des Würzsuds in eine Schüssel packen und in den Kühlschrank stellen. So zieht die Würze noch besser ein. Am besten lässt du es sogar eine Nacht im Kühlen ruhen. Im Öl hält sich das Seitan auch ein paar Tage, weshalb ich im Sommer immer eine Ration im Kühlschrank hab, damit ich für spontane Grillaktionen gerüstet bin.

DSC_0532

Seitan eignet sich übrigens nicht nur toll zum Grillen oder als Bratstück, sondern auch für vegetarische Rouladen. Ganz klassische gefüllt mit Senf und Gewürzgurken.

 

 

Vegetarische Suppenwürze ohne Zwiebeln

Gepostet am Aktualisiert am

Brühe ohne Zwiebeln
Vegetarische Gemüsebrühe ohne Zwiebeln, Hier in der Pastenvariante.

Ein großes Thema bei Vegetariern und Zwiebel-Nichtmögern sind Suppen. Wer nicht immer frisches Suppengemüse mitkochen will, hat bei einer gekauften Gemüsebrühe schlechte Karten: Ohne Zwiebeln geht hier gar nichts.

Ich habe mir für schnelle Suppen eine Gemüsepaste hergestellt. Mittlerweile würze ich fast alles mit meiner Lieblingspampe, sie bringt einfach den gewissen Pfiff mit rein.

Man kann zwei Arten von Brühen selbst machen. Entweder man benutzt die Paste im feuchten Zustand oder man nimmt sich die Zeit und trocknet das Gemisch im Backofen, um eine gekörnte Brühe herzustellen. Die Grundvoraussetzungen sind aber erst einmal gleich.

Die Mengenangaben sind bei mir meist aus dem Bauch heraus. Also einfach mit etwas Augenmaß und Verstand arbeiten, dann klappt das schon.

Ihr braucht:

Gemüse (natürlich ohne Zwiebeln) und Gewürze!

Nehmt einfach das, was ihr gerne mögt. Ich habe auch auf Knoblauch und Lauch verzichtet, da ich auch hier Geschmack und Konsistenz nicht sonderlich mag. Hier mein Rezept:

500g Paprika
4 Karotten
1 kleines Stück Sellerie (circa 1/4)
1 Chili
eine Handvoll Petersilie
etwas Liebstöckel
etwas Pfeffer
Salz

Schnippelt einfach das ganze Gemüse etwas klein und püriert alles so lange, bis es eine feine Paste ergibt.
Nun muss Salz dazu, damit die Paste haltbar gemacht wird.
Am besten wiegt ihr die Masse. Bei ungefähr 700g Gemüse nehmt ihr 100g Salz.
Nun alles vermischen und in saubere Einmachgläser füllen. Im Kühlschrank hält sich die Paste einige Wochen oder auch länger. Dabei immer auf saubere Löffel achten, damit kein Schimmel entsteht.
Wer Brühpulver herstellen will, der kann die Masse jetzt auf Backpapier streichen und auf dem Backblech im Ofen bei ca. 80°C 4 Stunden trocken lassen. Die Zeit variiert je nach Ofen. Lasst die Ofentür einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Klemmt dazu einfach einen Kochlöffel in den Türschlitz.

Diese Allround-Würze könnt ihr einfach für alles benutzen. Am besten macht ihr gleich ein paar Varianten wie zum Beispiel „italienisch“ mit Kräutern, „scharf“ oder „indisch“. Have fun und tobt euch aus!

Chili-Essig

Gepostet am Aktualisiert am

vegetarische ohne zwiebel

Zu einem guten thailändischen Essen gehört Chiliessig zum Nachwürzen. In Thailand und in den meistens Restaurants wird der Chiliessig mit Fischsauce gewürzt und ist somit nicht vegetarisch.

Hier gibt es meine ganz simple Variante, die sich ewig im Kühlschrank aufbewahren und ganz einfach variieren lässt.

Für ein kleines Einmachglas:

ca. 5 -10 frische Chilis (je nach Schärfe und Größe, Farbe nach Lust und Laune)

100ml Weißweinessig

100ml Apfelessig

eine Prise Salz

Die Chilis ( ich mische gerne die kleinen roten und die großen roten schoten) in kleine Scheiben schneiden und zusammen mit den Kernen in ein abgekochtes Einmachglas geben. Dabei schön auf die Finger aufpassen. Es empfiehlt sich Handschuhe zu tragen oder zumindest sich nach dem Schneiden nicht in die Augen zu greifen.

Eine kleine Prise Salz (ich verwende am liebsten Meersalz) darüber geben und dann das ganze Glas mit dem Weißwein und Apfelessig auffüllen. Durch den Apfelessig bekommt das Ganze einen fruchtigen Geschmack und ersetzt mit dem Salz die fehlenden Fischsauce. Fertig ist die Basicsauce für alle Thaigerichte.

Wer noch etwas mehr Geschmack will, kann einen Löffel Sojasauce dazugeben oder weitere Gewürze wie ganze Pefferkörner oder Lorbeerblätter ergänzen.

Sprossen: Kleine Scharfmacher

Gepostet am Aktualisiert am

sprossen vegetarisch ohne zwiebeln

„Ohne Zwiebeln bekommt man doch gar keinen Geschmack rein.“ So ein Quatsch. Es gibt genügend alternative Geschmacksmacher. Für Salate und Gemüsegerichte habe ich eine ideale Möglichkeit gefunden, um Schärfe ins Essen zu bringen: Sprossen.

Eines vorweg: Es gibt viele Möglichkeiten Keimlinge sprießen zu lassen. Man kann sie auf Watte in einer Schüssel, in einem speziellen Keimglas oder, so wie ich es mache, in einem präparierten Einmachglas ziehen.

Einfach mit Hammer und Nagel ein paar Löcher in den Deckel hämmern und dabei schön auf die Fingerchen aufpassen, denn das abstehende Blech ist ziemlich scharfkantig. Macht genügend Löcher in den Deckel, damit das Wasser leicht ablaufen kann, sonst fangen die Sprossen an zu faulen.

Welche Sporssen ihr haben wollt, liegt natürlich an eurem Geschmack. Ich habe mir eine fertige Samenmischung aus dem Biomarkt gekauft. Diese gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, in meinem Fall “pikant”.

Die Mischung muss nun unter Wasser gewaschen und angefeuchtet werden. Besonders gut eignet sich dafür ein großes Tee-Ei. Dann ab damit ins Glas, zuschrauben und schräg hinstellen, damit das restliche Wasser ablaufen kann. Ihr müsst etwas improvisieren, damit das Glas stehen bleibt, aber das klappt schon.
Nun muss die Mischung täglich 1-2 Mal gewässert werden. Nach ein paar Tagen habt ihr leckere Sprossen, die sich super im Salat machen aber auch pur auf dem Brot schmecken.

Paneer – Ein Muss in der indischen Küche

Gepostet am Aktualisiert am

paneer zwiebellos

Paneer ist ein schnittfester Frischkäse, der Bestandteil vieler vegetarischer Gerichte in der indischen Küche ist. In Deutschland bekommt man den Käse eigentlich nur in India Shops und da ist er meist relativ teuer. Dabei lässt sich Paneer ganz einfach selbst herstellen. Here we go.

Zutaten für ca. 2 Portionen

2 l Vollmilch

3 EL Zitronensaft

Die Milch aufkochen lassen und dann den Zitronensaft dazugießen, bis die Milch ausflockt.
Nun lege ein Sieb mit einem Küchenhandtuch (oder im besten Fall einem speziellen Siebtuch) aus und gieße die ausgeflockte Milch einfach da rein und lasse das Ganze ein bisschen abtropfen und abkühlen.

Nach einer halben Stunde ist die Masse kühl genug, dass du die Flüssigkeit auspressen kannst. Ruhig kräftig ausdrücken, damit der Käse schön fest wird. Wenn keine Flüssigkeit mehr raustropft, kannst du den Käse im Handtuch flachdrücken und mit einem Topf oder einer schweren Pfanne beschweren. Lass den Paneer mindestens eine Stunde stehen, dann kannst du ihn in Stücke schneiden und weiterverwenden. im besten Fall lasse den Käse über Nacht im Kühlschrank, dann wird die Konsistenz noch fester.

Natürlich kannst du dem Milchbruch auch Kräuter oder Gewürze beigeben und so für zusätzlichen Geschmack sorgen.